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Aus den Briefen

Deinen Rosenkranz habe ich immer bei mir. Ich weiß nicht, ob das später möglich ist. Ich weiß, daß der sankte J. Bosco gesagt hat: Der Rozenkranz ist das wirksamste Gebet.

Edward Klinik

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SSWM

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Don BOSCO

Bosko.pl

www.sdb.org

Wie war das posener Oratorium?


      In seiner Blütezeit besuchten Oratorium 310 Jungen, gleichzeitig sank die Anzahl der Lausbuben die sich auf den Straßen herumtrieben. Jene fanden täglich im Oratorium Schutz und Kollegen zum Mitspielen. An Schulfreien Tagen verließen die Jungen die Stadt um die Zeit im Freien zu verbringen. Kriegspiele, Fahrradtoure sowie Ausflüge und Zeltlager im Sommer waren Standartangebote des Oratoriums. Seine Mitglieder veranstallteten für die einheimische fröliche Runden am Lagerfeuer, in den sonntäglichen Gottesdiensten führten sie, im Oratorium erlernte geistliche viersimmige Lieder aus, in der Erntezeit halfen sie den Bauern. Im Oratorium gab es eine Theather-Kunst-Gruppe und einen Knabenchor. Veranstallter und Manager waren die Mitglieder der "Posener Fünf".
      Czesiu besuchte das Oratorium seit dem 10. Lebensjahr.
      Edzio Kazmierski tratt als Grundschulkind dem Oratorium bei, worüber er in seinem Tagebuch schreibt: "eigentlich habe ich zwei Zuhause, eins in Lakowa Straße und eins in Wroniecka Straße 9. Es fällt mir nicht leicht zu sagen wo ich mehr Zeit verbringe. Heute beispielsweise war ich in Wroniecka Str. schon dreimal: am Vormittag, am Nachmittag - zur Beichte, sowie am Abend bei der Versammlung der Don-Bosco-Gesellschaft. Ich muss sagen, dass Salesianer nich nur für unsere Seele sorgen, sondern auch für die körperliche Stärke".
      Franek besuchte Oratorium seit dem 13 Lebensjahr. Er ging gerne dorthin um mit den Kollegen zu beten und zu spielen.
      Edward Klinik zum ersten Mal besuchte Oratorium als Grundschulkind. Er fand dort einen Ort der Spiele, der Freude und des Friedens.
      Jarek war 10 als er zum ersten Mal ins Oratorium kam. Er entdeckte dort sein zweites Zuhause, wo er sehr viel Zeit verbrachte.

ORATORIUM ALS ZENTRUM CHRISTLICHEN LEBENS.

      Don Bosco legte immer ein großes Wert darauf, dass bei seiner Jungen ein starker Glaube wachse und sich eine echte Frömmigkeit enwickle. Dieses Erbe wurde Dank Salesianer den Jungen von Wroniecka Straße treu weitergegeben. Die fleißigsten Buben, die verschiedensten Kreisen und Vereinen, wie Gesellschaft vom Allerheiligsten Sakrament, Marienverein, Missionskreis, Don-Bosco-Verein u.a. gehöhrten, veranstallteten verschiedene Vorstellungen, Konzerte, zahlreiche Abende mit musikalischen Beiträgen und gestallteten die Liturgie an verschiedenen Feiertagen. Sie worben auch viele andere dazu. Dank der häufigen Beichte und Hl. Kommunion, sowie der Hilfe und Unterstützung geistlicher Väter konnte jeder seine Persönlichkeit entfallten lassen und sich auf Erwachsenenleben gut vorbereiten. Franek wollte Salesianer werden - der Krieg zertörte seine Pläne.
      "Die Fünf" waren eine außergewöhnliche Gruppe der liturgischen Animateure. Trotz des verheerenden Naziterrors und häufiger Massenverhaftungen versammellten sie sich regelmäßig im Oratorium um dort Gottesdienste zu feiern und im Chor zu singen. Nach der Schließung der posener Kirchen und des Oratoriums versammellten sie sich weiterhin, aber in einem anderem Stadtviertel. Bis zum Ende sangen sie mit anderen Chormitgliedern in noch nicht gesperrten Kirchen Posens. Dies war der unmittelbare Grund ihrer Verhaftung. Berichte, die aus den Gefängnissen kamen, bewiesen eindeutig, dass, der im Oratorium gewachsene und gereifte Glaube die einzige Hilfe und eine sichere Zuflucht in dieser dramatischen Lage war.
      Die Jungen, trotz aller Schikanen und Folterungen bekannten mutig ihren Glauben - frommes Gebet und gesungene Lieder brachten ihnen Kraft und Mut. Bekannte Gebete, Litaneien, Novennen, die sie im Oratorium lernten schrieben sie nieder. Es war für sie eine große Freude, dass sie kurz vor dem Tod beichten und kommunizieren durften. Es gab ihnen Zuversicht, dass der gute Gott, an den sie so treu glaubten, nahm sie jetzt in sein Reich auf.

Unter dem Schutzmantel der Hilfe der Christen

      Kult Mariä Hilfe der Christen hat jene fünf stark verbunden. Die Jungen beteten und flehten die Mutter Gottes in der Kirche in Wroniecka Straße. Czesio, als der eifrigste wurde zum Vorsitzenden des Marienvereines ernannt. Als er 16 war, ging er mit dem Edzio Kazimierski mit der Fußwallfahrt nach Tschenstochau um für eienen gelungenen Schulabschluss zu danken sowie um richtige Lebensentscheidungen zu bitten. Edward Klinik, der die Salesianische Schule in Auschwitz abschloss wurde zum Präses von der Marienkongregation berufen. Franek sandte seinen Eltern seinen größten Schtatz ab – den Rosenkranz, auf dem er im Gefängnis betete. Seine Mutter übrnahm das Gebet. Jarek, bei der ersten Durchsuchung im Fort 7, nahm ein Gestapo-Polizist seinen Rosenkranz weg und warf ihn in den Mülleimer. Der mutige Jarek nutzte einen kurzen Moment der Ablehnung des Polizisten um ihn wieder herauszuholen. Nachdem er in Spandau wieder seien Rosenkranz verloren hatte, betete auf einem, den er selber aus Brot anfertigte. In Spandau organiesierten Die Fünf den Oktoberrosenkranz, so wie sie das immer in Posen machten. In, von ihnen geschriebenen Briefen taucht immer wieder der Name der Mutter Gottes auf: “Mutter, mach dir keine Sorgen... ich weiß, dass jene, der ich mich ganz unterwarf, bleibt bei mir und wird mich nie verlassen...” , “Meinen Rosenkranz, den von dir, habe ich immer dabei (ich bezwiefle aber, ob es in der nächsten Zeit ach möglich wird). Ich weiß, das ist das zuverlässigste Gebet, so wie es Don Bosco sagte.”
      Gedanke, dass sie am 24. Monatstag sterben sollten war für sie ein Zeichen für Schutz Mariens: “Die Stunde ist gekommen, in der wir Abschied nehmen müssen – am Tag, der Maria geweiht ist." , "Gerade heute, am 24., am Tag Maria Hilfe der Christen, bekamm ich eure Briefe. Und gerade an diesem Tag muss ich von der Welt scheiden... Ich weiß, Maria Hilfe der Christen, die ich mein ganzes Leben verehrte, erfleht für mich Vergebung der Sünden. Meine liebste Mutti, bringe dein Leiden der Mutter Gottes dar - sie wird dein Schmerz lindern..." , "...dankt dem gütiger Heiland, dass wir nicht unvorbereitet von der Welt scheiden müssen, sondern nach dem Sakrament der Buße und dem Kommunionempfang - am Tag Mariä Hilfe der Christen." , "...nur um eins bitte ich dich: deine Gefühle, in jeder Lebensstunde, bringe Maria und Jesus dar. Bei ihnen findest du Trost."

Erziehung durch Sport

      Auf einem klenein Innenhof in Wroniecka-Straße spielte oft über 60 Jungen Fußball und andere Spiele. Tischtennis, Billiard und viele andere Spiele lockten die Jugend, die an vielen Wettkämpfen und Wettbewerben teilnahm. Tischtennissektion mit 14 Mannschaften erreichte ein sehr gutes Niveau in der Stadt. Sie gewann oft gegen andere Manschaften aus der Umgebung. Gute Ergebnisse machten Mut um weiter regelmäßig zu trainieren. Edzio Kazimierski schrieb: “Im Oratorium wird ständig Fußball gespielt und Pingpongbälle schweben in der Luft wie Schwalben. In dieser Disziplin sind wir sehr gut. Im Januar gewannen wir gegen alle anderen.” “...obwohl ich viel Zeit der Olimpischen Spiele in Berlin widmete, vergass ich das Oratorium nicht. Sechs mal war ich im Gottesdienst, vier mal nahm ich an Sportwettkämpfen teil.”

Geben bringt mehr Freude als Nehmen ("Ap 20, 35")

      Jeder der "Fünf" kam zum Oratorium schon als Grundschulkind. Unterricht am Gymnasium oder Arbeit schadeten der Beziehung nicht. Soweit es möglich war besuchten sie das Haus in Wroniecka-Straße nicht nur um zu beten und zu spielen, sondern auch um zu helfen die Zeit für die jüngeren Kollegen zu gestallten. Die Geschichte von Valdocco wiederholte sich. Die ersten Salesianer waren selber, noch als kleine Buben, Mitglieder des Oratoriums. Fest im Glauben, verliebt in Don Bosco, geachtet von den Kleinen wurden selber zu Erziehern und Gruppenleitern.

Polen, meine Heimat.

      Don Bosco wollte, dass seine Jungen fromme Christen und gute und gerechte Bürger werden. Dabei war die Rolle des Patriotismus von einer großen Bedeutung. Pater Musielak, ein großer Patriot - Begleiter der "Fünf" sagte, dass diese bis zum Tod Gott und der Heimat treu geblieben seien. Im Oratorium wurden viele Festakten an Nationalfeier- und Gedenktagen organisiert. Am Lagerfeuer wurden Heimatlieder gelernt und gesungen. Am 1. September 1939 kamen die "Fünf" ins Oratorium um ein Kriesengespräch zu führen. Sie wollten zur Armee. Als Polen und treue Christen wollten sie für ihre Heimat kämpfen. Nur Czesio bekam Uniform und Waffe. Mangel an Ausrüstung machte es für die anderen unmöglich. Sie folgten der Armee bis zum 12. September. Nach verlorenen kämpfen am Fluss Bzura gerieten sie in deutsche Gefangenschaft. Sie entflohen aber dem Feind und von Kutno kamen zurück nach Posen. Trotz Verhaftungen von Salesianern und Massenexekutionen an der polnischen Bevölkerung versammelten sie sich wieder im Oratorium, vor allem um im Jugendchor unter der Leitung von Stefan Stuligrosz zu singen. Trotz des Lebensgefahres sangen sie in noch offenen Kirchen. An freien Tagen organisierten sie Ausflüge ins Grüne und kümmerten sich um die jüngeren Kollegen. Da die Nazis geistliches Leben der Polen ganz vernichten wollten inhaftierten sie auch Mitglieder des erwähnten Chores. Diese Chorsänger standen unter Verdacht von illegalen Versammlungen, die Sicherheit des Dritten Reiches gefährdeten. Vehöre, Folterungen, Gefängnis - all das erlebten sie ganz mutig. Sie erklärten anderen, dass solch ein Leid der Heimat genauso reiche Frucht bringe wie ein direkter Kampf im Krieg.
      Wegen Staatesverrat angeklagt als 22-jährige Gefangenen wurden zum Tode verurteilt.

Gute Freunde

      Man nennt sie “die Fünf”, oder wie es P. Musielak sagte: “fünf Helden”. Obwohl sie aus verschiedenen Familien und Verhältnissen stammten und an verschiedenen Orten arbeiteten scheint es unmöglich sie zu trennen. Was hat sie so stark verbunden? Warum wenn wir an einen von denen denken, müssen wir gleich alle in Betracht nehmen? Ihre Freundschaft beruhte auf der Einheit der moralen Werte, der Frömmigkeit der gemeinsamen Hobbys und der Arbeit im Oratorium.
      Nach der Verhaftung im Posener 7. Fort fanden sie sich schnell wieder auf und immer dann wenn es nur möglich war hielten sie zusammen. Nach der Trennung traffen sie sich nur im Innenhof des Gefängnisses. Dort konnten sie sich nur Hände schütteln und Zetteln mit tröstenden Nachrichten und Aufrufen zum Gebet austauschen. "...während des Spaziergangs immer die gleichen Gesichter... bis unser Tagesplan geändert wurde. Mein Gott, welch eine Freude gießest du in mein Herz wenn ich nun Jaroch sah. Am 13 Februar 1941 kamen viele neue, unter denen auch Jaroch. Seit dem war ich nicht mehr allein. Es verbanden uns zwar nur kurze Blicke aber für meine Seele war es die größte Freude..."
      "Edzio Klinik und Czesio können wir sehen. Mit Czesio können wir und täglich unterhalten. Manchmal kommt er zu uns. Edzio Kazimierski versuchen wir selber zu erreichen. Abends machen wir die Fenster auf und unterhalten wir uns mit Zeichensprache oder mit einem Alphabet das wir aus Papier selbst bastelten..."
      Auf Weihnachten bereiteten sie sich mit der salesianischen Novenne, die sie selbst aus dem Gedächtnis niederschrieben.
      "Ich hoffe, meine liebe Mutti, du könntest dich mit Stefeks Mutter anfreunden. Wir sind doch wie Brüder - mein Leiden und meine Freude sind zugleich seine..."
      "Es tut mir ein wenig Leid. Alle meine Freunde sind woanders. Sie versichern mich aber über ihr Gebet in den Anliegen meiner lieben Mutti..."
      "Es ist für uns eine große Freude, dass wir alle vor unserem Tod, uns nochmal sehen können. Wir alle sind in einer Zelle."

Exerzitien im Gefängnis

      Probe heißt: sich selbst zu vertiefen und zu erkennen wer man wirklich sei. Man kann es erreichen auch durch das Leiden. Wenn man sich selbst vertieft kann man bis zum Boden gelangen. Es kann weh tun aber nur auf diese Weise sind wir fähig die Warheit über eigenes "Ich" zu erkennen. Wenn ein Mensch den Boden erreicht bricht er leicht zusammen - sein Leiden scheint ihm zu groß zu sein, sein Trauer wird immer mächtiger; er kann aber auch sein Leiden immer mehr realistisch betrachten; schließlich kann er sozusagen auf dem Wasserspiegel schweben - dann kann er aber nicht mehr die Wahrheit über eigenes "Ich" erkennen.
      Aus dieser Perspektive betrachten wir nun Briefe und Kassiber geschrieben von den Fünf im Gefängnis.
      "niemand könnte es behaupten, dass Knaben im Alter 18 - 23, die einen so großen Schatz - die Freiheit verloren, so mutig und ohne sich zu beschweren so einen schweren Los erdulden könnten und ganz auf Gott setzten..."
      "Ich bin allein. Es gibt niemanden mit dem ich sprechen könnte, niemanden mit dem ich mein Leid teilen könnte. O, Gott! Warum hast du mich so schwer bestraft? ...warum legst du so ein schweres Kreuz auf meine Schultern? Mein Sohn, beschwere dich nicht und suche keinen Trost bei Menschen... schau nur auf mich. Mit dem schweren Kreuz ging ich auf Golghata, aus Liebe zu dir... gib mir nur deine Liebe für meine... O, Gott, ich habe schwer gesündigt. Vor dir knieend will ich dich um deine Barmherzigkeit, Vergebung und Buße bitten." (Klinik)
      "Ich glube immer an den guten Gott"
      "Gott sei Dank nicht nach Wronki. Obwohl es hatte damals auch einen Vorteil. Dort, alleine hatte ich viel Zeit um mich selbst zu vertiefen, dort verstand ich mich mit meiner eigenen Seele. Dort merkte ich, dass ich vorher böses getan hatte. Dort nahm ich vor anders zu leben, so wie es Don Bosco lehrte: “leben um Gott und seiner Mutter zu gefallen" (Kesy)
      "Auch auf uns kommen schwierige Momente in denen Verzweiflung den Glauben und die Hoffnung besiegen wollen. Dann aber kurze Seufzen an den guten Gott und die Zuflucht der Sünder gerichtet bringen innere Ruhe und stärken unseren Glauben und bringen Hoffnung. Was für eine Kraft ist unser Glauben! Hier gibt es Leute die an gar nichts glauben. Ach, wie schwer ist für sie diese Gefangenschaft. Dort hört man nur Schimpfen und Fluchen. Bei denen, die glauben, herrschen dafür Freude und Ruhe. Wir sind sicher, Gott wollte es so. Er wollte unsere Gefangenschaft um uns von Sucht und schlechten Gewohnheiten zu befreien. Ihm sei es gedankt!" (Kazimierski)
      "...den Glauben und die Hoffnung verlor ich nie. Im Gegenteil, sie verstärkten sich bei mir. Gott gibt uns Kraft um alle Wirdrigkeiten zu erdulden und um den Geist zu stärken. Manchmal denkt man, Gott habe uns verlassen. O, nein. Er hat uns nicht verlassen. Er erprobt uns." (Kesy)

CZESŁAW JÓŹWIAK
(1919 - 1942)


CZESŁAW JÓŹWIAK
  • Er hatte drei Geschwister.
  • Sein Vater arbeitete in Untersuchungs-Polzei.
  • In der Schule hatte er durchschnittliche Ergebnisse.
  • Er erzählte bunte, historische Erzählungen, die seinen jüngeren Kollegen sehr gefielen und verzauberten sie.
  • Im Oratorium als: “Vati” (sein Beiname) bekannt.
  • Er war der Leader der Posnaner “Fünf”.
  • Czesław war der Vorsitzende des Vereins “Maria Immaculate”, und auch ein Schauspieler und Chorist.
  • Während der Besatzung arbeitete er als Maler.
  • Im Arrest – im Alter von 20.
  • Im Gefängnis tat er viel Gutes für andere, gab ihnen sein Essen und seine Kleider.
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